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Gastfamilie beim AFS - Die Welt bei sich zu Hause

Seit fast 50 Jahren sendet und empfängt unser gemeinnütziger Verein Schüler und Schülerinnen für ein Austauschjahr. Eine Vielzahl von deutschen Familien hat seitdem ausländischen Jugendlichen ihre Türen geöffnet: Sie alle haben einzigartige interkulturelle Erfahrungen gemacht und auf diese Weise einen Teil zur Völkerverständigung beigetragen.

Genau wie Familien in der ganzen Welt Teilnehmerinnen und Teilnehmer der AFS-Programme bei sich zu Hause in der Familie aufnehmen, beteiligen sich auch deutsche Familien an dem Austausch. Sowie für das Schülerjahresprogramm als auch für die 18-plus Programme werden immer Gastfamilien gesucht.

Wie geht das?

Können wir Gastfamilie werden?
Gastfamilie kann jeder werden, der aufgeschlossen und bereit ist, mit einem ausländischen Jungen oder Mädchen den deutschen Lebensalltag zu erleben. Auch Alleinstehende und Paare ohne Kinder können Gastschüler aufnehmen.

Was wird von uns erwartet?

Die Gastfamilie gibt dem jungen Menschen ein "Zuhause auf Zeit" und behandelt ihn wie ein eigenes Kind - mit allen Rechten und Pflichten. Sie bietet ihm Kost und Logis - ein eigenes Zimmer ist nicht Voraussetzung. Auch ein Unterhaltungsprogramm oder besondere Gastgeberqualitäten werden nicht erwartet. Taschengeld bekommen die Gastschüler aus dem Heimatland.

Wie werden wir von der Organisation unterstützt?
AFS veranstaltet Vorbereitungstreffen sowie Informationsabende während des Aufenthaltsjahres des Gastes. Den Jugendlichen ist jeweils ein lokaler Betreuer zugeordnet, der auch für die Gasteltern Ansprechpartner in schulischen und persönlichen Angelegenheiten ist. Unser Büro ist zudem jederzeit für Sie erreichbar. Reisekosten (An- und Abreise, programmbezogene Inlandsreisen) und zusätzliche Kosten des Schulbesuchs (Fahrtkosten, Bücher, Sprachkurszuschuss) sind durch AFS gedeckt. Der ausländische Gast ist für die gesamte Dauer seines Aufenthaltes kranken-, unfall- und haftpflichtversichert.

Was sind das für Menschen, die da kommen?

Es sind Jungen und Mädchen zwischen 16 und 18 Jahren aus über 40 Ländern, die in ihrem Heimatland das Bewerbungsverfahren unserer AFS-Partnerorganisationen erfolgreich durchlaufen haben. Bei der Auswahl wird Wert auf Aufgeschlossenheit und Motivation gelegt.

Können wir uns eine(n) Jugendliche(n) selber aussuchen?

Ihnen werden ausgewählte Bewerbungsunterlagen vom Büro geschickt oder vom zuständigen Betreuer persönlich vorgelegt. In den Unterlagen haben die Jungen und Mädchen ein Portrait über sich erstellt, inklusive Hobbies, Familie, Freundeskreis sowie mehrere Fotos beigelegt. Die Entscheidung liegt dann bei Ihnen.

Gibt es noch Fragen?

Wann kommen die ausländischen Gäste und wie lange bleiben sie?
Im Jahresprogramm kommen die Jugendlichen entweder Ende August oder im Februar und bleiben für 11 Monate. Das Gastkind geht für die Dauer seines Aufenthaltes auf eine deutsche weiterführende Schule. AFS hilft beim Erwerb der deutschen Sprache, wenn dies notwendig ist.


Wie werden wir Gastfamilie?

Entweder Sie rufen uns an, mailen uns (siehe Kontakt) oder Sie schreiben/faxen an:

AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.
Postfach 50 01 42
22701 Hamburg
Tel: 040 / 399 222 - 0
Fax: 040 / 399 222 - 99.

Wir schicken Ihnen gerne ausführliches Informationsmaterial und die Bewerbungsunterlagen als Gastfamilie zu. Nach Erhalt Ihrer Bewerbung vereinbaren wir mit Ihnen einen Besuchstermin.


Gerne berät sie aber auch einer unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter, die sie im Bereich Mitarbeiter finden

Den Alltag in Deutschland mit einem Gastschüler neu zu erleben, gehört zu der anderen Seite des Schüleraustauschs. Alles, was eine Gastfamilie dazu braucht, sind Offenheit und die Bereitschaft, sich für unterschiedliche Kulturen zu interessieren und sie erfahren zu wollen. Ein interkulturelles Experiment beginnt, wenn ein Schüler aus einer fremden Kultur in eine Gastfamilie nach Deutschland kommt.


Eine Gastmutter, die für ein Jahr eine australische Gasttochter hatte, beschreibt das folgendermaßen:

"Wenn einiges an ihrem Verhalten und ihrer Art nicht unseren Erwartungen entspricht, sagen wir uns, dass sie ja in einem ganz anderen Umfeld groß geworden ist, eine andere Erziehung genossen hat sowie andere Ansichten und Eigenschaften hat. Auf dieser Basis können wir mit ihr umgehen und profitieren für uns, dass auch wir unsere Handlungsweisen wieder hinterfragen, Toleranz üben und nebenbei noch allerhand über ein anderes Land und eine andere Kultur erfahren."
(Gastmutter einer australischen AFS-Schülerin`95/96)