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Nele Wiese - USA '04 - '05


13. August 2004

Hi!
Ich bin heile angekommen. Von Houston bin ich weiter nach Kansas City geflogen. Mit noch 5 anderen Deutschen, 3 Japanern und einem Argentinier. Wir hatten 6 Stunden Aufenthalt in Houston. In Kansas City wurden wir 10 dann von ca. 20 Betreuern empfangen und zum Orientation Camp gefahren. Mit Autos. Die Türen von den Autos gehen hier automatisch auf, irgendwie durch Bewegungsmelder!?. Es war mittlerweile halb 12 abends. Dort angekommen haben wir dann Zimmerschlüssel bekommen und sind sofort schlafen gegangen. Ich hatte ein Zimmer mit einer Japanerin. Am andern Morgen nach dem Frühstück fing dann die Orientation an. Die essen hier Muffins und andere Kuchen zum Frühstück. Orientation war gut. Meine persönliche Betreuerin war auch da und sie ist ´ne gute Freundin von meiner Gastfamilie und hat mir dann schon viel erzählt. Um 15.00 Uhr kamen dann noch mehr Austauschschüler an. Aus der Schweiz und aus Lateinamerika. Unser Komitee hier ist sehr aktiv, die haben viel vor mit uns. Und alle haben uns viel über die Schulen erzählt. Um 17.00 Uhr wurden wir dann endlich von unseren Gastfamilien abgeholt. Wir sind dann auf dem Weg nach Hause noch an einem Pizzaservice vorbei gefahren. Die sind hier alle so aufgeregt, dass Deutsche in der Stadt sind und der Frau vom Pizzaservice musste ich immer sagen was die Zutaten auf deutsch heißen. Die hat sich vielleicht gefreut.
Das Haus in dem ich wohne ist echt schön. Zur Zeit schlafe ich noch in Adams Zimmer, weil Lindsee noch nicht weg ist. Adam schläft auf der Couch im Wohnzimmer. Nach dem essen haben sie mir dann erst mal Independence gezeigt, die Schule, das Einkaufszentrum und so die Umgebung, alles ganz schön Hügelig hier. Wieder zu Hause angekommen wurde wieder gegessen und dann haben wir Geschenke verteilt. Ich habe auch welche bekommen. Ein T-Shirt von dem Footballteam hier und eins von der Schule, ein Fotoalbum und einen Block und viele viele Stifte. Dann bin ich schlafen gegangen. Es war mittlerweile wieder 23.00 Uhr.
Am andern Morgen wurde ich dann von Jack , dem Hund, geweckt. Er sprang auf mein Bett und leckte mir erst mal übers Gesicht. Ich hab mich vielleicht erschrocken. Dann hab ich gefrühstückt und nun schreib ich hier meinen ersten Bericht.

 

30. 08. 2004

Hi!
Mittlerweile bin ich 2½ Wochen in den USA und mir geht es super. Mein Geburtstag war einfach toll. Morgens war ich shoppen, und abends in einer Bar, in der ich mit vielen Leuten in meinem Alter gefeiert habe. Ich bekam einen Kuchen mit meinem Namen und das ganze Restaurant hat fuer mich gesungen.
Am 16.8. hat hier die Schule angefangen. Eine riesen Schule sag´ ich euch. Ich hab als Faecher Orchestra, Photography, Family Relation, Mathe, Amerikanische Literatur, American Government und Franzoesisch. Macht alles super Spass. Man hat in jedem Fach andere Mitschueler, die aus allen Jahrgaengen sind.
Ausserdem hab´ ich angefangen Softball zu spielen. Das ist echt cool.

 

6. September 2004

Ich hatte das komplette Wochenende Stress. Es war hier Santa-CaliGon, das ist ein ähnliches Fest wie die Maiwoche in Osnabrück, nur groesser. Die Youthgroup der Kirche hatte einen Parkplatz zu managen. Ich habe dort Samstag morgen von 8.00 bis 12.00 Uhr gearbeitet und Sonntag Abend von 6.00 bis 10.00 Uhr. Jedes Auto musste $5 bezahlen; wir haben insgesamt etwa $6000 eingenommen. So was nennt sich hier "Fundraiser". Hat echt Spass gemacht.
Samstag Nachmittag war ich dann auf einer Poolparty von einem von AFS!! Die haben vielleicht ein grosses Haus, man oh man!! Und im Keller einen Billardtisch, einen Kickerautomaten und ´ne Bar! War echt super! Abends bin ich dann mit Freunden zu Santa-CaliGon gegangen. ´

Am Sonntag hatten wir dann vom Softballteam so ein "Fundraiser", Car-Wash. Wir haben uns auf einem Parkplatz an einer Hauptstrasse getroffen und dann da Autos gewaschen. Und natürlich eine große Wasserschlacht gemacht. Dort haben wir in 3 Stunden etwa $600 verdient. Das Geld brauchen wir für Kapuzenpullis für unsere Mannschaft.
Nachher bin auch dann wieder mit Freunden zu Santa-Caligon gegangen und ab 6.00 Uhr hab ich dann am Parkinglot gearbeitet. Das ist übrigens die beste Arbeit hier, du musst nichts machen, außer an der Einfahrt stehen und die Leute reinwinken. Wir standen da zu dritt, und hatten einfach viel Spaß. Wir hatten Walky-Talkys und konnten so mit anderen, die an einer anderen Stelle des Parkplatzes gearbeitet haben, kommunizieren. War einfach zu lustig.

 

20. September 2004

Vom 10.9. bis 12.9 war ich in Arkansas am Beaver Lake! Dort habe ich meine letzten Tauchstunden absolviert. Beaver Lake ist etwa 6 Stunden Autofahrt südlich von Independence.
Gemeinsam mit mir hatten noch drei Männer Tauchunterricht. Wir hatten Samstag morgen und Sonntag morgen jeweils 2 Tauchgänge. Man konnte zwar nicht so viel sehen, aber wir haben Fische gefüttert, und sie auch gestreichelt. Und dann haben wir natürlich noch das ganze Pflichtprogramm gemacht, was man machen muss um den Tauchschein zu bekommen. Maske auspusten wenn sie voll mit Wasser ist, Atemgerät eines anderen Tauchers benutzen, Notaufstieg und all´ so was.
Am Samstag Nachmittag waren wir dann in dem Städtchen Eureka Springs am Beaver Lake.
Wir waren ein bisschen shoppen. Da gab es ein Laden, da kann man sich sein Shampoo oder seine Bodylotion komplett selbst zusammenstellen. Man kann Farbe, Geruch, Grösse, Flasche und Art des Shampoos bzw. der Bodylotion wählen. Ich hab eine pinke Zitronen-Apfel Bodylotion für normale Haut gewählt. Ist echt stark, wenn man da sieht, wie die das machen.
Am Sonntag sind wir dann nach dem Tauchen nach Hause gefahren und haben auf dem Rückweg noch eine Käsefabrik besichtigt; da konnte man jeden Käse probieren. Die hatten unheimlich viele verschiedene Sorten von Käse! Wir haben auch viel Käse gekauft!

 



 

28. September 2004

Am Wochenende waren wir mit AFS campen, alle Austauschschüler aus Kansas City und Umgebung sowie deren Gastgeschwister. Wir waren etwa 90 Leute, 15 davon waren Gastgeschwister, Adam, mein Gastbruder, ist mitgekommen. Es ging Samstag morgen um 9.00 Uhr los. Zuerst hatten wir einige Teamspiele und dann hatten wir in kleinen Gruppen Gespräche über unseren bisherigen Aufenthalt, ob wir Probleme haben, wie es in der Schule so ist und und und und....
Außerdem haben wir über den Amerikanischen Patriotismus gesprochen und wie man eine Länderpräsentation erstellt.
Am Abend hatten wir dann eine kleine Disco, es ist extra ein DJ aus Kansas City angereist. Anschließend saßen wir noch gemeinsam am Lagerfeuer.

Wir sollten eigentlich alle in kleinen, sehr kleinen Häusern schlafen, aber wir haben fast alle im Speisesaal geschlafen, wo wir dann in einer großen Gruppe waren und viel reden konnten, das war echt lustig.
Am anderen morgen hatten dann die Gastleltern auch noch ein Gespräch und dann mussten wir gehen. Ich bin dann mit meiner Gastfamilie aufs ?Oktoberfest" gegangen. Die haben hier wirklich ein Oktoberfest, mit deutscher Musik und deutschem Bier und deutschen Lebensmitteln. So nebenbei, die haben hier auch einen Fußballverein, der Bayern München heißt.

Am Abend waren wir dann mit der Youthgroup unserer Kirche in einem Maislabyrinth. Es gab da insgesamt 3 Labyrinthe und jedes war so um die 4 km lang. Man musste in dem Labyrinth insgesamt 18 Stationen finden. Wir haben 3 Stunden gebraucht und waren von 6 teilnehmenden Gruppen die 2. Gruppe, die fertig war.

Diese Woche haben wir in der Schule "spirit week". Jeden Tag ein anderes Thema. Heute sind wir alle im Schlafanzug zur Schule gegangen, auch die Lehrer. Morgen gehen wir als Disneyfigur oder Märchenfigur. Mittwoch ist 50er Jahre, Donnerstag ist Blue and Gold, unsere Schulfarben, und Freitag ist Hut-tag.

Und Samstag ist dann homecoming. Das ist ein Ball, etwa wie Abschlussball oder Abiball.